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| | | Was bedeuten die Blutwerte? Um die richtige Diagnose stellen zu können, benötigt der Arzt möglichst viele Informationen und Untersuchungsergebnisse. Eine ausführliche Befragung (Anamnese) zur Krankheitsgeschichte steht deshalb am Anfang jeder Behandlung. Darauf erfolgt die Grunduntersuchung bestehend aus Betrachtung äußerlicher Merkmale, Abklopfen, Abtasten oder Abhorchen. In vielen Fällen werden zusätzlich eine oder mehrere Blutuntersuchungen veranlasst. Heute schon Standard: die regelmäßige Kontrolle des kleinen Blutbildes. In dieser Zusammenfassung wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fachbegriffe und Abläufe der Blutuntersuchung geben. Das kleine Blutbild beinhaltet die Bestimmung + der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) Niedrige Werte können auf Anämien (Blutarmut), Eisenmangel, Magen-Darm-Blutungen oder Krebserkrankungen hinweisen. Zu hohe Werte sind eher selten. + des Hämoglobins (Menge an rotem Farbstoff) Verringerte Werte liegen bei Eisenmangel und bei Blutungen vor, erhöhte Werte bei Erythrozytenwert oberhalb des Normbereichs deuten auf chronische Lungen- und Herzerkrankungen oder Erkrankungen des Knochenmarks hin. + des Hämatokritwertes (Anteil der Blutzellen am Gesamtblut) Hoher Wert bei Durchblutungsstörungen, verschlechterter Fließfähigkeit des Blutes, Herzüberlastung, Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder schlechtem Sauerstofftransport. + der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) Ursache für erhöhte Werte können akute und chronische Entzündungen, Gewebeschäden, Blutverluste, Leukämien, Stoffwechselstörungen und Nierenschäden, aber auch Stress, nervliche Belastung oder Schwangerschaft sein. + der Thrombozyten (Blutplättchen) Erhöht bei schweren Infekten, akutem Blutverlust oder Thrombose. Verringert bei Strahlen- oder Medikamentenschäden, Mangel an Vitamin B12 und Folsäure und Leukämien. Das große Blutbild Beim Großen Blutbild werden die Leukozyten genauer untersucht. Es wird unterteilt in Lymphozyten (Abwehrzellen), Granulozyten (bestimmte Knochen und Blutzellen) und Monozyten (Teile der Infektabwehr). Diese Untersuchung gibt einen Überblick über die Stärke des Abwehrsystems und Hinweise z. B. auf bestimmte Blutkrankheiten, Entzündungen durch Bakterien, Pilze oder Parasiten, Schädigungen des Knochenmarks und Thromboserisiken. Bei Verdacht auf bestimmte Erkrankungen wird der Arzt weitere Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. Eine BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) verrät akute und chronische Entzündungen, Eiweißmangel oder Anämie. Vermutet der Arzt Schädigungen von Galle oder Leber, wird er das Vorhandensein von bestimmten Enzymen (ASAT, AP und ALAT) sowie von Bilirubin untersuchen. Der ASAT-Wert kann aber auch in den ersten 48 Stunden nach einem Herzinfarkt deutlich ansteigen. Zusätzlich steigt dann aber auch der Wert eines weiteren Enzyms, der Creatinase. Informationen über die Aktivitäten der Bauchspeicheldrüse und eventuell vorliegende Diabetes geben Glukose- und HbA1c (Glykohämoglobin)-Tests. Mit Untersuchung von HDL- und LDL-Cholesterin, Lipoprotein und Triglyzeride wird die Zusammensetzung der Fette im Blut überprüft. Die Bestimmung dieser Werte dient zur Früherkennung von Herzkreislauferkrankungen und Arteriosklerose. Die Funktion der Nieren werden mit der Auswertung von Creatinin, Harnsäure und Harnstoff untersucht. Thyroxin (T3) und Trijodthyronin (T4) weisen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse nach. Zusätzlich kann auch eine Testung auf Antikörper gegen die Drüse erforderlich sein. Sicher kann unsere kleine Abhandlung nicht alle Fragen zum Blutbild abdecken. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, und lassen Sie sich gründlich über abweichende Werte und die daraus resultierenden Konsequenzen informieren. |
Tipps für die Venen Wenn die Sonne häufiger scheint und die Temperaturen steigen, sind empfindliche und kranke Venen besonderen Belastungen ausgesetzt. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, dadurch erhöht sich die Neigung zu Blutstauungen und Schwellungen. Der Abtransport des Blutes (damit auch der Schlacken) wird verlangsamt und die gesamte Blutzirkulation gebremst. Um dem entgegen zu wirken, gibt es einfache Maßnahmen. | + | Mehrmals am Tag die Beine kalt abduschen: immer mit dem rechten Bein beginnen, von unter nach oben, dann mit dem linken Bein, insgesamt möglichst drei bis fünf Minuten lang. Der Kältereiz fördert das Zusammenziehen der Venen und fördert den Blutfluss. | | + | Tragen sie luftige, nicht zu einengende Kleidung. Besonders wichtig auch: keine einschnürenden Socken oder Kniestrümpfe, leichte, bequeme Schuhe. | | + | Wer schon unter Venenproblemen leidet, sollte möglichst auf Sonnenbäder und auch Solariumbesuche ganz verzichten, Siesta lieber im Schatten halten. Ebenfalls nicht zu empfehlen: Saunabesuche und heiße Vollbäder. | | + | Die Beine möglichst oft hochlegen und zwischendurch ein paar Gymnastikübungen absolvieren. Ganz einfach: auf der Stelle laufen, dabei gut abrollen. Was vor allem die Venenpumpen, die für den Blutfluss verantwortlich sind, aktiviert: den Fuß locker auf den Boden aufsetzen und die Zehen und den Vorderfuß möglichst hochziehen und eine Wippbewegung machen. 10-mal mit dem rechten Fuß, dann mit dem linken wiederholen. | | + | Wassertreten empfahl schon der berühmte Pfarrer Kneipp. Das läßt sich auch ganz einfach in der heimischen Badewanne durchführen. Etwa 30 Zentimeter tief kaltes Wasser einfüllen und im Storchenschritt zwei bis drei Minuten umhersteigen. Das macht müde Beine nach einem langen Tag schnell wieder munter! | | + | Kühlend wirken Salben, die den Wirkstoff Heparin enthalten. | | + | Zur innerlichen Anwendung werden aus dem Naturbereich Präparate empfohlen, die aus Rosskastanie, Mäusedorn oder Steinkleekraut gewonnen werden (z.B. venodura retard 50 mg). | | + | Mindestens 30 Minuten täglich sollte Bewegung auf dem Plan stehen. Also lieber mal zu Fuß zum Einkaufen und statt Fahrstuhl die Treppe benutzen. | | + | Mindestens 30 Minuten täglich sollte Bewegung auf dem Plan stehen. Also lieber mal zu Fuß zum Einkaufen und statt Fahrstuhl die Treppe benutzen. | | + | Täglich zwei, an heißen Tagen drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten geeignet: Wasser oder ungesüßte Kräutertees. | | + | Wer sich in der nächsten Zeit auf eine Flugreise begibt, sollte im Flieger zum Schutz vor Schwellungen, Stauungen und Trombosen nicht auf das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen verzichten. Auf längeren Autofahrten unbedingt alle zwei Stunden eine Venenpause einlegen: Auf einem Rastplatz anhalten und die Beine gut ausschütteln. |
Tipps für die Flugreise Endlich ist es soweit: der heiß ersehnte und wohlverdiente Sommerurlaub steht vor der Tür. In den meisten Fällen ist er schon längst gebucht und geht bevorzugt in den Süden. Mit Kofferpacken allein sind die Reisevorbereitungen jedoch noch nicht abgeschlossen. Neben dem Besorgen gültiger Pässe und eventuell erforderlicher Visa, der Bestätigung der Buchung, Wechseln von Geld in die entsprechende Währung sollte auch an die medizinische Planung gedacht werden. Sind Impfungen notwendig? Ist man für den Zeitraum des Urlaubs mit den verschriebenen Medikamenten ausreichend versorgt? Liegt ein internationaler Krankenschein vor? Wer sich mit dem Flieger auf den Weg ans Ferienziel begibt, sollte ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten, damit es nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt, die einem schon zu Beginn die Urlaubsfreude verderben. | + | 24 Stunden vor Abflug Alkohol, Nikotin, scharfe Gewürze und starken Bohnenkaffee vermeiden. | | + | Keine zu fetten und vor allem blähenden Speisen zu sich nehmen. Vorzuziehen ist leichte Kost wie frisches Obst, Gemüse, leichte Suppen, Vollkornbrot und Milchprodukte. | | + | Als Getränke zu empfehlen: Mineralwasser, Kamillen- oder Pfefferminztee und Obstsäfte. | | + | Damit nicht schon der Transport zur großen körperlichen Anstrengung ausartet, sind Koffer auf Rollen und mit Haltegriff zu bevorzugen. | | + | Wer zu Reisekrankheit neigt, sollte in Scheiben geschnittenen Ingwer ins Handgepäck packen. Diese dann schon kurz vor dem Start und während des Fluges langsam kauen. | | + | Für schwerere Fälle wird von Experten Dimenhydrinat empfohlen. Der Wirkstoff ist identisch mit Teilbausteinen körpereigener Botenstoffe und verhindert die Stimulation des Brechzentrums im Gehirn. Geeignet auch für Kinder und Kleinkinder (dann als Zäpfchen, sonst in Tablettenform). | | + | Die Beinfreiheit ist vor allem in Charterflugzeugen meist sehr eingeschränkt, deshalb möglichst oft einen Spaziergang durch den Gang und ein bisschen Gymnastik machen. Eine einfache Übung für eine bessere Durchblutung, die man auch am Platz durchführen kann: die Schuhe ausziehen und die Zehen so weit wie möglich zum Fuß hin dehnen. Lockernd wirkt auch das Wackeln mit den Zehen. Ideal ist ein Sitzplatz am Mittelgang. Bei Veranlagung zu venösen Problemen: am besten Stützstrümpfe tragen. | | + | Auf dem Flug möglichst leichte und bequeme Kleidung tragen, auf einengende Gürtel und auch Schuhe besser verzichten. | | + | Und zur Ablenkung ein gutes Buch oder die Lieblingszeitschrift einpacken. Dann vergeht der Flug wie im Nu! | |
Erste Hilfe bei Insektenstichen Für die einen gilt als das größte Vergnügen, sich an einem schönen Sommertag an den Ufern eines Sees oder Flusses niederzulassen und die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen. Andere zieht es in den Biergarten, wo nette Freunden warten. Manche lassen sich von Hitze nicht abschrecken und frönen ihren sportlichen Hobbies. Lassen den Schweiß outdoor fließen bei Tennis, Radfahren oder Joggen. Leider wird der luftige Sommerspaß allzu oft durch Insekten begleitet, die das Vergnügen ganz erheblich trüben können. In unseren Breitengraden sind in diesem Jahr nach dem eher milden Winter die stechenden und beißenden Flieger wie Mücken, Bienen oder Wespen besonders zahlreich vertreten. + Besten Schutz vor schmerzhaften Stichen bietet langärmelige Kleidung, aber wer will die schon tragen bei Temperaturen jenseits der 25 Grad? + In Räumen schützen Fliegengitter oder spezielle Moskitonetze. + Bekannt als Insektenabweiser sind pflanzliche Öle wie Melissen-, Zedernholz-, Zitronen- oder Teebaumöl oder bestimmte chemische Substanzen. + Vorsicht bei süßen Speisen und Getränken im Freien, diese locken die Insekten besonders an. Dosen, Flaschen oder Gläser mit Deckeln versehen, Stiche im Mundbereich sind extrem schmerzhaft und gefährlich. + Kleidung in Blütenfarben wie gelb, hellblau, lila oder rot ziehen Insekten magisch an, deshalb besser auf neutrale Töne wie weiß, hellgrau oder grün zurückgreifen. + Anziehend für die Flügeltierchen wirken auch aromatische Düfte und Parfüms. Ebenso sollte man die duftende Umgebung von Sträuchern und Blumen besser meiden. Ist es dann doch passiert, führt so ein Stich zu schmerzhaftem Jucken, Schwellung und Rötung an der betroffenen Stelle. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen empfohlen: + Falls ein Stachel in der Wunde steckt, diesen vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. In der Apotheke gibt es auch spezielle Saugstempel, mit denen Gift aus dem Gewebe entfernt werden kann. + Die Einstichstelle mit Wasser und Seife, Zitronensaft - oder sogar noch besser - mit Desinfektionsmittel reinigen. + Danach die Wunde mit kalten Umschlägen oder Eisbeutel kühlen und sich dabei ruhig verhalten, damit sich das Gift nicht weiter im Organismus verteilen kann. + Linderung verschaffen örtlich wirkende Antihistaminika sowie Salben auf Hydrocortison- oder Lidocainbasis. Meist verschwinden die Beschwerden dann nach ein paar Stunden. Lassen sie aber nicht nach und kommen auch noch Fieber, Ausschläge, Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot oder zunehmendes Anschwellen der Stichstelle dazu, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Diese Reaktionen betreffen in erster Linie Menschen, die allergisch auf die Insektenstiche reagieren. Ist dies bekannt, sollte der Betroffene in der warmen Jahreszeit immer entsprechende, vom Arzt verordnete Medikamente bei sich tragen. |
Wie erkenne ich einen Herzinfarkt? Trotz des großen medizinischen Fortschritts und verbesserter Behandlungsmöglichkeiten zählt der Herzinfarkt immer noch zu den häufigsten Todesursachen. In Deutschland macht der Herzinfarkt rund 47 Prozent aller Todesfälle aus. Bei mehr als 60 Prozent führt der Infarkt zum Tod. Jeder Dritte stirbt noch vor Erreichen eines Krankenhauses. Nur bei einem Drittel der Patienten kommt es zu den klassischen Beschwerden wie Engegefühl in der Brust oder Schmerzen im Arm. Andere Warnzeichen werden oft ignoriert oder anderen körperlichen Problemen zugeordnet. + Bei gut der Hälfte zeigt sich der bevorstehende Infarkt nur durch Unwohlsein an. + Auch Zahn-, Kiefer-, Schulter- oder Rückenschmerzen können darauf hinweisen, dass mit dem Herzen etwas nicht stimmt. + Ebenso als Warnung anzusehen sind starke Schweißausbrüche, Beklemmung und Angstgefühle. + Bei Frauen treten die bekannten Druckbeschwerden viel seltener auf als bei Männern. Sie leiden eher an Schmerzen im Oberbauch, im Gesichtsbereich, im Kiefer sowie über Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung und Atemnot. + Dazu kommt, dass betroffene Menschen dazu neigen, diese allgemeinen gesundheitlichen Störungen nicht ernst zu nehmen und erst einmal abzuwarten. Nur jeder vierte Herzinfarktpatient begibt sich innerhalb einer Stunde in ärztliche Betreuung, vier von zehn Patienten warten länger als vier Stunden damit, jeder zehnte mehr als 24 Stunden. Am Wochenende trauen sich die Patienten noch weniger, den Arzt zu rufen, wollen lieber bis zum Montag warten, wenn in den Krankenhäusern der "normale" Dienst mit voller Besetzung läuft. Für Patienten, die infarktgefährdet sind, stehen seit neuestem auch Schnelltests für Zuhause zur Verfügung. Nachgewiesen werden drei Proteine, die etwa ein bis drei Stunden nach einer Verletzung des Herzmuskels in die Blutbahn gelangen. Durch eine solche Untersuchung sollen auch kleine Infarkte nachgewiesen werden können, die oft einem schweren Infarkt vorangehen. Diese Tests sollten aber nur bei vagen Beschwerden eingesetzt werden, bei konkreten Anhaltspunkten für einen Infarkt muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Bei schweren, länger als 5 Minuten anhaltenden Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, den Hals, Kiefer oder den Oberbauch ausstrahlen, oder bei starker Übelkeit, sollte unverzüglich der Notarzt gerufen werden. Bis dieser eintrifft, sollte der Oberkörper erhöht liegen, zu enge Kleidung geöffnet und die Schuhe ausgezogen werden. |
Was Fingernägel über die Gesundheit verraten Schöne Fingernägel sind nicht nur ein Zeichen guter Pflege, sondern können auch eine gute Gesundheit anzeigen. Eine optimale Struktur haben die Nägel, wenn die hornige, gewölbte Fingernagelplatte auf dem Nagelbett kräftig und glatt ist und leicht glänzt. Folgende Veränderungen sind dagegen mögliche Anzeichen für Krankheiten im Nagelbereich oder generelle Gesundheitsprobleme: - Weiße Punkte oder Streifen auf einzelnen Nägeln können durch kleine Verletzungen bei der Maniküre oder bei Handarbeiten entstehen. Sie wachsen sich in der Regel aus. Manchmal kann aber auch ein Biotin-, Zink- oder Kalziummangel vorliegen. Rissige, verformte, glanzlose Nägel können ebenfalls auf einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel hinweisen aber auch auf Allergien, Verdauungs-, Durchblutungsstörungen und Hauterkrankungen.
- Dünne, brüchige, längsstreifige Nägel können die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Möglicherweise ist an weichen, spröden Nägeln aber auch ein Nährstoffmangel Schuld.
- Nach innen gewölbte Löffelnägel können bei feuchter Wärme oder im Umgang mit Chemikalien entstehen. Aber auch Schilddrüsen- und andere Stoffwechselerkrankungen sind denkbare Ursachen.
- Nach außen gewölbte Uhrglasnägel sind häufig Veranlagung. Allerdings sollte ein Arzt prüfen, ob sie auf eine Erkrankung von Herz, Lunge, Leber oder Darm hindeuten.
- Sicht- und spürbare Querfurchen können nach schweren Infektionskrankheiten auftreten, bei Vergiftungen, aber auch bei Nagelbettverletzungen zum Beispiel durch falsche Maniküre.
- Stecknadelkopfgroße Grübchen können eine Schuppenflechte anzeigen. Sie kann zudem das Nagelbett aufquellen und die Nagelplatte leicht anheben. Dringt Luft ein, kann sich ein Nagel weiß oder gelb färben.
- Gelb verfärbte Nägel können bei starken Rauchern auftreten oder durch Nagellack entstehen. Möglicherweise liegt aber auch eine Nagelpilzinfektion vor. Die Nägel werden dann zugleich dick, rillig und rau, splittern leicht und wirken stumpf.
- Beobachten Sie Nagelauffälligkeiten und weisen Sie Ihren Arzt beim nächsten Besuch darauf hin vor allem, wenn sie nicht von alleine auswachsen. Bemerkenswerte Veränderungen oder gar Missempfindungen im Nagelbereich können Anlass für einen Arzttermin sein. Stärken Sie Ihre Nägel zudem über eine gute Nährstoffversorgung.
- Vitamin A aus Eiern, Leber, Käse sowie die Vorstufe Betacarotin in gelbem, orangefarbenen, rotem und tiefgrünem Gemüse sowie orangefarbene Obstarten.
- Biotin (Vitamin H) aus Leber, Sojabohnen, Haferflocken, Eidotter, Nüssen.
- Cystein aus Eiern, Fleisch, Bananen, Milchprodukten, Haferflocken.
- Eisen aus Fleisch, grünem Gemüse, Milch, Milchprodukten, Mineral- und Heilwässern.
- Kalzium aus Milch, Milchprodukten, Gemüse, Mineral- und Heilwässern.
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Gut versorgt mit Nährstoffen Wer gesund ist, sich abwechslungsreich ernährt und auf eine gute Portion Frischkost setzt, braucht kaum einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zu befürchten. Allerdings gibt es interessante und nicht immer erwünschte Wechselwirkungen zwischen manchen Biostoffen. Wissenswertes über die Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralien: - Eisen: Das Mineral ist essentiell für die Blutbildung eine gute Eisenversorgung also extrem wichtig. Über die tägliche Nahrung ist das jedoch gar nicht so leicht. Wer viel eisenhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Innereien und Eigelb isst, hat weniger Probleme, zumal der Körper Eisen aus tierischen Quellen bis zu 30 Prozent aufnehmen kann. Über pflanzliche Kost ist die Ausbeute wesentlich geringer zum einen ist ihr Eisengehalt geringer, zum anderen wird es im Darm nur zu 3 bis 8 Prozent resorbiert. Tipp: Die Eisenzufuhr kann man verbessern, wenn man eisenhaltige Lebensmittel mit Vitamin C kombiniert.
- Phosphat: Phosphor ist in zahlreichen Lebensmitteln und Zusatzstoffen in Form von Phosphaten enthalten. Besonders wichtig ist das Mineral Substanz als Baustoff für gesunde Knochen. Phosphor ist jedoch leider ein Gegenspieler des Kalziums. Besonders phosphatreiche Lebensmittel Schmelzkäse, Fleisch, Wurstwaren, Colagetränke, Fertigprodukte sollten daher nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen.
- Vitamin B6: Mit steigendem Eiweißkonsum erhöht sich der Bedarf an diesem Biostoff, da der Körper ihn braucht, um Aminosäuren zu verstoffwechseln. Gleiches gilt für eine vermehrte Fettzufuhr. Zum Glück ist Vitamin B6 in nahezu allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Zu den besten Quellen zählen Hefe, Fleisch und Leber, Bananen und Nüsse.
- Zucker: Er hatte lange Zeit den Ruf, ein Vitaminräuber zu sein, da der Organismus für die Verwertung der großen Zuckermoleküle Vitamin B1 benötigt. Mittlerweile zeigen neue ernährungswissenschaftliche Studien jedoch, dass Zucker die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen nicht beeinträchtigt. Zwar sind für seine Verwertung B-Vitamine nötig. Doch sie werden dabei nicht zerstört oder verbraucht, sondern im Verlauf der Reaktion wieder neu eingesetzt.
- Oxalsäure: Die Säure kommt in Form ihrer Salze (Oxalate) in Lebensmitteln wie Rhabarber, Mangold, Spinat, Schwarztee und Kakao vor. Sie behindert die Aufnahme von Kalzium, der Grundsubstanz von Knochen und Zähnen, indem sie mit dem Mineral zu einem großen Molekülkomplex auskristallisiert, so dass es kaum noch wasserlöslich ist. Ähnlich beeinträchtigt Oxalsäure die Eisenresorption.
- Koffein: Der Wachmacher kommt in Kaffee, Schwarztee und Matetee vor und wird vielen Colagetränken und Energydrinks zugesetzt. Es wirkt belebend und erhöht die Ausscheidung von Kalzium und Magnesium. Kaffee, Schwarzer und Grüner Tee enthalten zudem phenolische Verbindungen, die Tannine, die negativ auf die Aufnahme von Eisen wirken.
- Alkohol und Nikotin: Beide Stoffe gelten als Vitaminräuber. Alkohol bewirkt eine allgemein verminderte Resorption von Vitaminen und beeinflusst den Vitaminstoffwechsel negativ. Nikotin räubert nicht im eigentlichen Sinne, erhöht aber die Anzahl von schädlichen freien Radikalen im Körper. Damit steigt zugleich der Vitaminbedarf. Besonders Vitamin C ist gefragt.
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Gesundheitstipp Die Zunge Spiegelbild der Gesundheit Die Oberfläche des wendigen Zungenmuskels ist weich und empfindlich. Gleichzeitig ist sie von vielen zarten Furchen durchzogen und mit kleinen Warzen übersät, den Papillen. Sie enthalten die Geschmacksknospen mit den Geschmacksinneszellen. Eine gesunde Zunge ist rot, feucht und hat einen nur leichten, gleichmäßig hellen Belag. Dieser typisch grauweißliche Belag entsteht durch eine eiweißhaltige Gewebsflüssigkeit, die die Zungenhaut gewissermaßen ausschwitzt und die auf ihr gerinnt. Sie enthält verhornte Zellen und zahlreiche Bakterien; auch Speisereste können sich darin ablagern. Ein weißgrauer oder weißgelber Belag ist nicht unbedingt ein Krankheitszeichen, wenn er sich mit guter Mundhygiene beseitigen lässt. Gegebenenfalls helfen ein zahnbürstenähnlicher Zungenreiniger oder ein spezieller Zungenschaber. In manchen Fällen kann eine belegte oder veränderte Zunge aber Erkrankungen oder körperliche Schwächen anzeigen; in der traditionellen chinesischen Medizin gilt die Zunge gar als Spiegelbild des Körpers. Auffällige Symptome sollte daher ein Arzt prüfen: - Weißlicher Belag, der sich mit einem Wattestäbchen entfernen lässt, aber eine Rötung oder punktförmige Blutung hinterlässt, kann eine Infektion mit der Pilzgattung Candida (Mundsoor) anzeigen. Sie kann nach längerer Krankheit auftreten oder bei Patienten, die regelmäßig spezielle Medikamente einnehmen müssen.
- Eine hochrote Oberfläche mit stark hervortretenden Papillen (Erdbeerzung, Himbeerzunge) ist typisch bei Scharlach und anderen akut-fieberhaften Erkrankungen oder kann eine Blutarmut begleiten.
- Eine rote Zunge, die durch abgeflachte Papillen lackartig glänzt (Lackzunge), kann auf eine Leberfunktionsstörung hinweisen, eine Vitamin-B12-Mangelanämie, einen Magensaftmangel und auf Sprue.
- Bei haarig verlängerten Papillen vor allem in der Zungenmitte, eventuell dunkelgrün-schwärzlich gefärbt (Schwarze Haarzunge) können Veränderungen in der Mundhöhle die Ursachen sein, hervorgerufen zum Beispiel durch eine längerfristige Antibiotika-Therapie. Eine sich haarig anfühlende Zunge kann aber auch aufgrund eines Vitaminmangels entstehen oder durch starke Bakterien- oder Pilzbesiedlung.
- Hinter einer entzündeten Zunge kann ein Nährstoffmangel stecken (zum Beispiel Vitamin A, B12, Eisen). Tritt zusätzlich ein Zungenbrennen auf, das keine Reaktion auf scharfe Speisen ist, kann das depressive oder neurologische Störungen anzeigen oder eine Pilzinfektion. Oft klagen ältere Frauen nach der Menopause darüber, Männer sind selten betroffen. Zungenbrennen kann auch von Magenproblemen wie Sodbrennen und Infektionen herrühren.
Bemerken Sie Knoten, Schwellungen oder Geschwüre auf der Zunge, steht sofort ein Arztbesuch an. |
Gesund Wohnen Schimmelpilze & Co aufspüren In den eigenen vier Wänden möchte sich jeder möglichst wohl fühlen. Schließlich verbringen wir laut einer Studie vom Umweltbundesamt 14 von 20 Stunden, die wir täglich in geschlossenen Räumen sind, daheim. Befinden sich jedoch Schadstoffe in der Innenraumluft, leiden Wohlbefinden und Gesundheit. Giftige Substanzen können zum Beispiel aus Baustoffen oder Einrichtungsgegenständen wie Polstermöbeln ausdünsten, flüchtige Lösemittel aus Farben und Lacken, Insektizide aus dem Wollteppich, Holzschutzmittel oder Formaldehyd aus dem Regal, Weichmacher aus dem PVC. Die schädlichen Chemikalien können sich auch im Hausstaub anreichern. Spitzenreiter unter den häuslichen Umweltproblemen sind allerdings Schimmelpilze. Diese Mikroorganismen vermehren sich besonders gut bei hoher Luftfeuchtigkeit. Auch schlechte Lüftungsverhältnisse begünstigen ihr Wachstum. Typisch für ein pilzfreundliches Klima sind kalte, feuchte Zimmerluft und wenig Tageslichteinfall. Zusätzlich halten dichte Türen und Fenster zwar die Wärme in den Räumen. Sie verhindern aber gleichzeitig die Luftzirkulation durch Fugen und Ritzen. Gelangen belastende Stoffe, zum Beispiel Pilzsporen, Pflanzen- und Insektenschutzmittel oder Lösemittel über die Atemwege, die Haut oder den Magen-Darm-Trakt in den Körper, kann das akute und im Extremfall langfristige Gesundheitsprobleme zur Folge haben: - Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Leistungsabfall
- Kreislaufprobleme, Schwindel und Übelkeit
- Unbehagen, Stimmungsschwankungen und Depressionen
- Geruchs- und Geschmacksstörungen
- Haut- und Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden
- Gliederschmerzen, Empfindungsstörungen an Händen, Füßen, Armen, Beinen
- Immunsystemschwäche, verstärkte allergische Reaktionen und eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten
- erhöhtes Krebsrisiko
Um ein Schadstoffrisiko in der Wohnung zu verringern, sollten Sie für den Innenausbau und die Einrichtung am besten möglichst schadstoffarme Produkte verwenden. Verlässliche Prüfsiegel sind das Umweltzeichen Blauer Engel" und das Qualitätszeichen natureplus". Weitere wichtige Aspekte bei Kauf und Ausstattung: - Vollholz statt Spanplatten; auf Formaldehyd-freie Verleimung achten.
- Offene Spanplattenkanten und Bohrlöcher abdichten.
- Borsalze statt Holzschutzmittel.
- Linoleum, unbehandelte Wollteppiche, Fliesen, Naturstein, Papiertapeten, Kalkputz oder Gipsplatten statt Kunststoffe mit Weichmachern (zum Beispiel PVC), Teppich mit Schaumrücken, Teppichkleber, Synthetik-, Vinyl- und Schaumtapeten, Lack- oder Latexwandfarben.
- Regelmäßig gut lüften beugt Schimmelpilzen vor. Ebenfalls hilfreich: Schränke etwas von der Wand abrücken, perforierte Fensterdichtungen und Feststeller für Kippfenster nutzen. Sie verbessern bei geringem Wärmeverlust die Luftzirkulation. Ein gutes Raumklima verhindert außerdem eine Schadstoffkonzentration.
Wer befürchtet, dass Räume mit bedenklichen Stoffen belastet sein könnten, wendet sich am besten an eine umweltmedizinische Beratungsstelle. Qualifizierte Angebote bieten Gesundheitsämter und Umweltambulanzen größerer Kliniken. Wohnungsbegehungen und Hausstaubanalysen, Materialproben oder chemische Raumluftmessungen verschaffen schließlich Gewissheit, ob die Luft zu Hause wirklich zu dick ist. |
| Gesunde Verdauung Fitness für den Darm Der Darm liegt acht Meter lang in Schlingen gewunden in unserem Körper. Zu seinen Aufgaben gehört es, den Nahrungsbrei aus dem Magen weiter zu verarbeiten und Nährstoffe über die Schleimhaut an das Blut abzugeben. Als Teil des Immunsystems ist er zudem für die Abwehr krank machender Keime zuständig. Im besten Fall erledigt das Organ seine Arbeit so, dass wir es kaum bemerken. Aber viele Menschen leiden unter Verdauungsbeschwerden. Weit verbreitet sind Blähungen. Die Darmwinde sind unangenehm, aber relativ harmlos. Sie bestehen aus verschluckter Luft und Bakteriengasen. Eine andere häufige Beschwerde ist die Verstopfung. Sie kann u. a. die Folge einer ballaststoffarmen Ernährung, von Flüssigkeits- und Bewegungsmangel, Klimawechseln oder auch seelischen Belastungen sein. Als vorübergehend auftretendes Problem ist sie meistens ungefährlich. Kommt es jedoch länger nicht mehr zum Stuhlgang, besteht die Gefahr eines Darmverschlusses. Er muss ärztlich behandelt werden. Die Verdauungsprozesse werden u. a. vom vegetativen Nervensystem gesteuert - also unbewusst. Trotzdem lässt sich etwas für ihren reibungsloseren Ablauf und die Darmgesundheit tun: Die Ernährung hat große Auswirkungen auf die Verdauung. Günstig ist eine ballaststoffreiche Kost. Beim Abbau dieser pflanzlichen Nahrungsbestandteile gewinnen nützliche Dickdarmbakterien vor allem Milchsäurebakterien Energie und können sich stärker vermehren. Das kann Verdauungsstörungen und Darmerkrankungen vorbeugen. Da Ballaststoffe Wasser binden, vergrößert sich zudem das Volumen des Speisebreis. So wird die Darmmuskulatur angeregt, ihn schneller zu transportieren. Fäulnissprozesse, Blähungen und Verstopfung kommen dann in der Regel seltener vor. Darüber hinaus können Ballaststoffe Schwermetalle binden und mit dem Stuhl ausscheiden. Ebenfalls kann die Konzentration möglicherweise Krebs erregender Stoffe im Darm abnehmen. Besonders ballaststoffreich sind Vollkornerzeugnisse wie Getreideflocken, Vollkornnudeln, Naturreis und Brot aus Mehl mit hohem Ausmahlungsgrad oder Schrot. Sie stehen am besten täglich auf dem Speiseplan. Auch Hülsenfrüchte, Trockenobst, Nüsse und Ölsamen liefern Ballaststoffe. Trinken Sie zudem wenn möglich zwei, besser drei Liter Flüssigkeit pro Tag. Gut sind Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und Fruchtsaftschorlen. Nahrungsmittel mit Milchsäurebakterien können die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflussen. Dazu gehören vor allem Sauermilchprodukte wie Joghurt und Quark, aber auch so genannte Probiotika. Wissenschaftler vermuten, dass ihre guten Keime schädliche Mikroorganismen im Darm verdrängen. Als relativ sicher gilt, dass die Milchsäurebakterien Durchfallerkrankungen vorbeugen und verkürzen können. Voraussetzung für ihre Wirkung ist allerdings die tägliche Zufuhr von ausreichend vielen Keimen. Bewegung ist generell ein positiver Impuls für das Verdauungssystem. Gut sind zum Beispiel Spazieren gehen, Laufen, Walken, Nordic Walken, Radfahren und Schwimmen. Nehmen Sie sich Zeit für regelmäßige Bewegungseinheiten. Zusätzlich können ausreichend Entspannung und genug Schlaf die Darmgesundheit fördern Wenn eine Ernährungsumstellung, viel trinken und mehr Bewegung eine Verstopfung nicht bessern, kann auch ein Abführmittel mit möglichst geringen Nebenwirkungen helfen. Fragen Sie aber Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Arzneimittel , Tees o. ä. mit Aloe, Sennesfrüchten, medizinischem Rhabarber oder Faulbaumrinde sind nur in Ausnahmefällen empfehlenswert, da sie Nebenwirkungen haben können. Recht sicher sind verdauungsfördernde Quellstoffe wie Flohsamen oder Leinsamen, kombiniert mit ausreichend Flüssigkeit. |
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